Was ist der Unterschied zwischen Selbsthypnose und Meditation?

Selbsthypnose und Meditation ähneln einander, sie überschneiden sich in bestimmten Bereichen, aber es gibt auch Unterschiede zwischen ihnen. Zunächst führt sowohl Selbsthypnose (z.B. Autogenes Training oder Imaginationsübungen) als auch Meditation (z.B. buddhistische oder Zen-Meditation) in nicht-alltägliche Bewusstseinszustände hinein, also in Erlebensbereiche, in denen man nicht im alltäglichen Sinn wach und mit Alltagshandlungen beschäftigt ist, aber auch nicht schläft oder träumt.

Selbsthypnose- und meditative Methoden arbeiten zum Teil mit sehr ähnlichen Techniken, sie führen zu teilweise ähnlichen Wirkungen (z.B. zu körperlicher Entspannung, geistiger Zentriertheit und Ausgeglichenheit, einer Annäherung zwischen bewussten und unbewussten Ebenen des Gewahrseins und einer verstärkten Integration der Persönlichkeit).

Dabei liegt bei der Selbsthypnose der Schwerpunkt auf dissoziativen Zuständen („Trance“), die v.a. durch Versenkung in Vorstellungen hinein erzeugt werden, während es in der Meditation primär um geschärftes Gewahrsein für reale Wahrnehmungen, also um wache Aufmerksamkeit („Achtsamkeit“) geht. Selbsthypnoseübungen sind in den Kontext von Psychotherapie und Wachstumsarbeit eingebettet, Meditationsübungen vor allem in den Kontext von Spiritualität und Religion.

Werner Eberwein

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