Institut für Humanistische Psychotherapie (IHP)
Lernen durch Erleben

Fragen zur IHP-Fortbildung Körperpsychotherapie und Körperarbeit

mit Zertifikat des IHP, die Zertifizierung der Psychotherapeutenkammer ist beantragt

Wie ist die Fortbildung aufgebaut?

Überblick über den Aufbau der Fortbildung und die Seminarinhalte (Video, 4 Min.)

Wer kann an der Fortbildung teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind Psychologi/inn/en, Psychotherapeut/inn/en, Ärzt/inn/en, Heilpraktiker/innen, Angehörige von anderen Heilberufen, Angehörige von pädagogischen und Beratungsberufen und Student/inn/en.

Vorerfahrungen in psychotherapeutischer Ausbildung sind nicht erforderlich.

Eine begleitende Einzeltherapie zur Vertiefung bei einem qualifizierten Körperpsychotherapeuten wird empfohlen.

Gibt es ein Zertifikat und Fortbildungspunkte?

Zertifikat des Instituts für Humanistische Psychotherapie (IHP)

Die Fortbildung schließt ab mit dem Zertifikat Körperpsychotherapie des IHP. Voraussetzung dafür sind:

  • Teilnahme an allen 6 Wochenendseminaren,
  • Teilnahme an 6 dreistündigen Supervisionssitzungen,
  • 2 auf Video dokumentierte und in der Supervision vorgestellte körperpsychotherapeutische Sitzungen mit 2 verschiedenen Patient/inn/en,
  • die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde,
  • Teilnahme an 12 dreistündigen Übungsgruppensitzungen,
  • 25 Sitzungen Eigentherapie bei einem qualifizierten Körperpsychotherapeuten,
  • Entrichtung der Zertifizierungsgebühr von € 50,-.

Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer/Fortbildungspunkte

Die Zertifizierung der Fortbildung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt, sie wird von der Ärztekammer und der Zahnärztekammer anerkannt. Pro Wochenendseminar werden 16 Fortbildungspunkte vergeben, pro Supervision 4 Fortbildungspunkte. Insgesamt können mit der Fortbildung „Körperpsychotherapie“ 96 Fortbildungspunkte erworben werden. Die Teilnehmer/innen können die Übungsgruppen bei der Kammer als Intervisionsgruppe zertifizieren lassen und erhalten dafür weitere Fortbildungspunkte.

Aufgrund der gesetzlichen Fortbildungspflicht müssen Psychotherapeuten und Ärzte alle fünf Jahre bei der KV 250 Fortbildungspunkte nachweisen, Zahnärzte bei der KZV 125 Punkte.

Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK)

Die Seminare und die Supervisionen können auf Antrag von der DGK im Rahmen ihres Curriculums anerkannt werden.

Kann man sich auch für einzelne Seminare anmelden?

Für Teilnehmer/innen ohne Vorerfahrung in körperorientierter Psychotherapie wird die Anmeldung für die komplette Serie empfohlen (bei Anmeldung für alle 6 Seminare en bloc ist die Teilnahmegebühr günstiger).

Teilnehmer/innen mit Vorerfahrung mit körperorientierter Psychotherapie können auch an einzelnen Seminaren teilnehmen (die Teilnahmegebühr dafür ist dann etwas höher).

Wann finden die Seminare statt?

  • Einführungsvorträge: Mi, 2.12.2015 und
    (inhaltlich identisch) Mi, 10.2.2015, jeweils 18.30-21.30 Uhr
  • K1: 19./20.2.2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • K2: 16./17.4.2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • K3: 25./26.6.2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • K4: [Termin noch unklar] 2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • K5: [Termin noch unklar] 2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • K6: [Termin noch unklar] 2016, Sa/So 10-13/14.30-17.30 Uhr
  • Supervision: jeweils freitags vor den Seminaren 16-19 Uhr

Wer leitet die Seminare?

Alle Seminare der IHP-Fortbildung Körperpsychotherapie werden von Dipl.-Psych. Werner Eberwein geleitet.

Was ist Körperpsychotherapie?

Körperpsychotherapie ist eine Richtung der Humanistischen Psychotherapie, die auf den Pionierarbeit von Wilhelm Reich aufbaut. Reich war Psychoanalytiker und Schüler von Sigmund Freud, daher sind viele Konzepte der Körperpsychotherapie aus psychodynamischen Ansätzen heraus entwickelt worden.Heute versteht sich die Körperpsychotherapie als der Humanistische Psychotherapie zugehörig.

Einer der bekanntesten direkten Schüler von Reich war Alexander Lowen, der Begründer der Bioenergetik. Weitere bedeutende Reich-Nachfolger sind David Boadella, Gerda Boyesen, Ron Kurtz und Georg Downing.

In der Körperpsychotherapie wird mit aktivierten Gefühlen gearbeitet, daher wird Körperpsychotherapie alserlebnisaktivierendes Verfahren bezeichnet. Durch Körperarbeit können die Gefühle des Patienten mobilisiert aber auch beruhigt werden.

Technisch arbeitet man in der Körperpsychotherapie vor allem mit Körperwahrnehmung, Körperausdruck, Kontaktimprovisationen, Atemarbeit und Berührungstechniken.

Detaillierte Informationen über Körperpsychotherapie finden Sie in meinem Blog. Eine Zusammenfassung können Sie in einem 18minütigen Audio-Podcast hören.

Werden in der Körperpsychotherapie immer nur Gefühle aufgewühlt?

In der Zeit, als die Körperpsychotherapie sich weltweit verbreitete, also in den 1970er und 80er Jahren, verstand sie sich vor allem als Gegenbewegung zur damalige, ziemlich verkopften Psychoanalyse und Verhaltenstherapie. Es wurde ein möglichst schneller Zugang zu intensiven Gefühlen und starken körperlichen Energien gesucht, um diese aus Blockierungen zu lösen und frei auszudrücken und leben zu können. Für Patienten und Patienten, die vor allem darunter leiden, dass ihre Gefühle und ihre Lebendigkeit eingesperrt und „gepanzert“ sind ist diese Form der Körperpsychotherapie hilfreich und angebracht.

Für Patienten und Patienten jedoch, die eher sensibel und dünnhäutig sind, die eine zerbrechliche Struktur haben und zu emotionalen Überflutungen und zu Dissoziation neigen (z.B. Patient/innen nach Traumatisierungen oder mit Persönlichkeitsstörungen) brauchen eine andere Art körperpsychotherapeutischer Behandlung, bei der die Stabilisierung der Selbststruktur im Vordergrund steht. Auch für diese Indikationen wurden in den letzten Jahrzehnten differenzierte körperpsychotherapeutische Methoden entwickelt.

Wer darf Körperpsychotherapie und Körperarbeit anwenden?

Die Anwendung von „Körperpsychotherapie“ zur Behandlung von psychischen Störungen oder von körperlichen Krankheiten ist Personen vorbehalten, die die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde haben. Diese kann entweder durch eine Approbation als Psychologischer Psychotherapeut oder Arzt oder durch eine Überprüfung im Sinne des Heilpraktikergesetzes erworben werden.

Etwas anderes ist es, wenn jemand „Körperarbeit“ o.ä. beispielsweise zur Prävention, zur Burnout-Prophylaxe, zur allgemeinen Vitalisierung, im Rahmen von Coaching, zur Entspannung, Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung oder zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens anwendet. Das ist berufsrechtlich gesehen jedem möglich (setzt aber von der fachlichen Kompetenz her ebenfalls eine gründliche Ausbildung voraus).

Worum geht es inhaltlich in den einzelnen Seminaren?

  • In den beiden (inhaltlich identischen) Einführungsvorträgen gebe ich einen Überblick über Quellen, Grundkonzepte und Methoden der Körperpsychotherapie … mit einfachen praktischen Übungen.
  • Im Seminar K1 „Körperorientierte Achtsamkeit“ wird eine vertiefte Form der Körperwahrnehmung vermittelt, um über den Körper in Dialog mit dem Unbewussten zu gehen. Es werden Techniken vermittelt wie Bodyscan, Atemgewahrsein und Focusing, die sehr gut als Übergänge von verbaler zu körperorientierter Arbeit geeignet sind.
  • Im Seminar K2 „Heilende Berührung“. Hier beschäftigen wir uns mit Holding-Techniken, es werden die Grundlagen der bioenergetischen und der biodynamischen Massage sowie des Übernehmens von Abwehrspannungen und der symbolischen, dynamischen Berührung vermittelt.
  • Im Seminar K3 „Körpersprache“ arbeiten wir mit Körperhaltungen, mit Ausdrucksbewegungen und der Stimme und der freien Assoziation mit dem Körper. Es werden Grundlagen des Bodyreading, sowie bioenergetische Übungen und die Methode des Body-Flow vermittelt.
  • Im Seminar K4 „Körperorientiertes Psychodrama“ geht es um die körperorientierte Arbeit mit Beziehungen und Persönlichkeitsanteilen. Es werden Techniken des körperorientierten Dialogs vermittelt, genannt Biodrama, die sich gut zur Bearbeitung von Beziehungskonflikten, zum Beispiel in Paaren oder in Teams eignen.
  • Im Seminar K5 „Trance-Körper-Arbeit“ geht es um die körperorientierte Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen. In Trance ist es möglich, das Unbewusste zu befragen und zu Veränderungen einzuladen, aber auch sich von Anteilen zu distanzieren, die noch nicht verarbeitet werden können.
  • Im Seminar K6 „Reichianische Atemarbeit“ werden körperorientierte Techniken zur Diagnose und Interpretation von beschränkenden Atemmustern und zur Befreiung und Vitalisierung des Atems sowie deren Anwendungsmöglichkeiten vermittelt.

Was sind die Ziele der Fortbildung?

In der Fortbildung wird ein fundierter Einblick in die Haltungen und Methoden der modernen Körperpsychotherapie gegeben. Die Teilnehmer/innen können vertiefte eigene Erfahrungen mit körperenergetischer Therapie durch Entblockierung, Vitalisierung und Neubegrenzung machen und haben die Möglichkeit, im Rahmen der Seminar und der Übungsgruppen an eigenen Themen zu arbeiten.

Ziel ist die Erweiterung und Vertiefung der Erlebens-, Beziehungs- und Gestaltungsfähigkeiten in der Arbeit mit Menschen und im privaten Leben.

Die vermittelten Konzepte können gut in andere Arbeitsweisen integriert werden.

Es handelt sich nicht um ein  psychotherapeutisches Angebot mit dem Ziel, psychische Störungen zu behandeln.

Wie werden die Konzepte vermittelt?

Die Klientin/der Klient kommt in ihrem/seinem Prozess nur so weit, wie die/der Therapeut/in mit sich selbst gegangen ist. Daher werden in der Fortbildung die körpertherapeutischen Konzepte und Methoden aus der Eigenerfahrung heraus entwickelt, erfahrungsbezogen und mit vielen praktischen Übungen vermittelt.

Was kostet die Fortbildung?

  • Einführungsvortrag: € 8,-
  • alle 6 Wochenendseminare bei Blockbuchung: € 1380,- statt € 1494,-, das entspricht € 230 pro Seminar (die Ermäßigung für die Blockbuchung aller 6 Seminare wird bis VOR dem K4-Seminar auch im Nachhinein noch gewährt)
  • einzelnes Wochenendseminar: € 249,-
  • Ermäßigung für Student/inn/en nach Zuschicken einer Kopie der Immatrikulationsbescheinigung (NUR für die Seminare, nicht für Supervision und nicht für die Vorträge): 50%
  • dreistündige Gruppensupervision: € 100,-
  • Zertifizierungsgebühr: € 50,-

Wo finden die Veranstaltungen statt?

Alle Veranstaltungen finden statt in der Praxisgemeinschaft Baruther Str. 21.10961 Berlin (Nähe U-Bahnhöfe Gneisenaustr./Mehringdamm/Hallesches Tor mit U6/7), ca. 15-20 Min. von Hauptbahnhof oder Bahnhof Zoo mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem PKW:

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