Können Krebspatienten selbst etwas tun?

Ja, sie können. Das das Krebsgeschehen (d.h. die Entstehen und die Entwicklung von Krebszellen, die Metastasierung und Rezidivierung bzw. die Heilung von Krebs) ist abhängig

  • von genetischen Faktoren (familiäre Belastung),
  • von Einflüssen aus der Umwelt (krebsfördernde Stoffe, Strahlenbelastung),
  • vom Funktionieren des Immunsystems (dem Erkennen und Auflösen pathologisch mutierter Zellen),
  • von der medizinischen und komplementärmedizinischen sowie psychotherapeutischen Behandlung.

Ob das Immunsystem gut funktioniert, hängt unter anderem von der psychischen Stabilität und Ausgeglichenheit ab. Daher ist es evident (d.h. einleuchtend), wenn auch z.Z. empirisch noch nicht unmittelbar nachgewiesen, dass sich die psychische Befindlichkeit auf das Krebsgeschehen bzw. den Heilungsprozess auswirkt. Alles, was die psychische Ausgeglichenheit fördert, trägt zum Funktionieren des Immunsystems bei, was wiederum ein wichtiger Faktor zur Rezidiv-Vorbeugung ist (siehe Tschuschke: Psychoonkologie).

Krebspatienten können also etwas tun. Sie können

  • sich gut informieren, welche Möglichkeiten und Alternativen der Behandlung es gibt (Internet, Beratungsstellen),
  • für die bestmögliche medizinische Behandlung sorgen (die Entscheidung kann im Einzelfall schwer sein),
  • komplementäre Heilmethoden nutzen (z.B. Misteltherapie, körperorientierte Meditationsformen),
  • Gifte meiden (v.a. Rauchen, Alkohol, unnötige Röntgenaufnahmen, Sonnenbäder, Schimmelpilze, Junk-Food),
  • sich ausreichend bewegen (d.h. mäßigen Ausgleichssport treiben),
  • Psychotherapie machen (zur Bewältigung des Befund- und Behandlungstraumas und zur psychischen Stabilisierung),
  • Selbsthypnose, Meditation oder Imagination üben (zur Stärkung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte).

Dadurch stabilisiert sich die psychische Ausgeglichenheit und verbessert sich das allgemeines Wohlbefinden, was sich stabilisierend auf die haltgebenden Beziehungen (Familie, Freunde) auswirkt, die wiederum wesentlich zum psychischen Wohlbefinden beitragen. All das stärkt das Immunsystem, fördert somit Heilungsprozesse und baut Rezidiven vor.

Wenn Sie mehr über diese Zusammenhänge wissen wollen, können Sie die Präsentation eines Vortrages von mir zum Thema „Selbsthypnose bei Krebs“ als PDF downloaden.

Wenn Sie sich als Krebspatient/in oder Angehörige/r dafür interessieren, an einer regelmäßigen, von mir geleiteten Imaginationsgruppe teilzunehmen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Werner Eberwein

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