Prinzipien

Text "Humanistische Psychotherapie"
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Wozu Psychotherapie

Der Sinn von Psychotherapie besteht für mich darin, die Themen und Probleme der Klientin/des Klienten tiefer und aus neuen Perspektiven erlebbar zu machen, damit sie verstehbar und für Wandlung zugänglich werden.

Die Klientin/der Klient kann lernen,

  • ihre/seine eigenen Wege, Gefühle, Standpunkte, Lebensperspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken,
  • zu erkunden, wer sie/er ist, auch in Bereichen, die ihr/ihm nicht ohne Hilfe zugänglich sind,
  • Möglichkeiten von tieferem Kontakt und von klarerer Abgrenzung zu erproben,
  • ihre/seine eigenen Grenzen zu definieren, schwache Grenzen zu stärken und zu schützen, einengende Grenzen auszuweiten,
  • eine Balance zwischen Freiheit und Autonomie einerseits, Bindung und Sich-Einlassen andererseits zu erarbeiten.

Kooperation

Psychotherapie ist ein Prozeß der Zusammenarbeit, in dem meine Aktivität als Therapeut und die Aktivität der Klientin/des Klienten Hand in Hand gehen. Dabei ist das, was innerlich, auf der Ebene der Erfahrungen, der Bindungsmuster und der körperenergetischen Prozesse geschieht, oft wichtiger und langfristig wirkungsvoller als das, was gleich verstandesmäßig begriffen und nach außen hin sichtbar ist.

Was ist Psychotherapie

Therapie ist für mich

  • ein Ort, um Vitalität und Lebensfreude aus den Fesseln übertriebener Angepaßtheit oder blinder Rebellion zu befreien,
  • eine Möglichkeit, archaische Gefühle und Impulse zu kultivieren, also spürbar, kontrollierbar und dadurch lebbar zu machen,
  • ein Raum, um sich in sich selbst zu erden und sich in seinem So-Sein zu verwurzeln,
  • die Suche nach einem authentischen und erfüllten Lebensweg.

Worum geht es in der Therapie

Oft geht es in der Therapie darum

  • alte Verletzungen zu verarbeiten,
  • sich tiefer einlassen zu lernen,
  • sich angemessen abgrenzen zu lernen,
  • Bedürfnisse klar zu formulieren und respektvoll durchzusetzen,
  • auf Unerreichbares verzichten und Frustration ertragen zu lernen,
  • sich Begehrtem schrittweise anzunähern,
  • das eigene Selbstbild zu vertiefen, zu erweitern und zu differenzieren,
  • aus kindlichen Wunsch- und Angstphantasien herauszufinden,
  • existenzielle Entscheidungen verantwortlich zu treffen,
  • Lebensziele zu klären und zu verwirklichen.

Ansatzpunkte der Therapie sind stets die Themen, die die Klientin/der Klient in die Sitzung einbringt. Sie werden wann immer möglich in Körperarbeit umgesetzt. Auf sanfte (oft unmerkliche) Weise werden veränderte Bewußtseinszustände (Trance) herbeigeführt und die besonderen Möglichkeiten des Dialogs mit dem Unbewussten (Hypnose) genutzt.

Das innere Kind

In der Therapie kann die Klientin/der Klient Zugang zu ihrem/seinem verletzten, verwirrten, wütenden oder hilflosen inneren Kind finden, das sich nach grenzenloser Freiheit, bedingungsloser Geborgenheit, endloser Zuwendung und vollkommener  Aufmerksamkeit sehnt, dies im Alltag aber oft nicht findet. Die Suche nach Verständnis und Vermittlung zwischen dem erfahrenen (aber manchmal verknöcherten) Erwachsenen und dem bedürftigen (aber manchmal tyrannischen) inneren Kind ist ein wesentlicher Aspekt meiner therapeutischen Arbeit.

Für wen ist diese Form der Therapie geeignet

Die Form der Therapie, die ich praktiziere, ist geeignet für Menschen mit

  • Ängsten, Abhängigkeiten, Orientierungslosigkeit,
  • Depressionen, Hemmungen, Zwänge,
  • Selbstwertstörungen, chronischen Konflikten, Mangel an Standpunktfestigkeit,
  • Kontaktstörungen, Einsamkeit, sexuellen Problemen,
  • Schwierigkeiten mit Selbstbehauptung und Aggression,
  • psychosomatischen Beschwerden,
  • Gefühlen von Unlebendigkeit, Überkontrolliertheit oder Kopfigkeit,
  • körperlichen Spannungen, innerem Überdruck, chronischer Müdigkeit,
  • Angst vor dem Überschwemmtwerden durch Gefühle,
  • Ängsten vor Auflösung, Tendenzen sich "wegzumachen",
  • Fragen nach Sinn und Perspektive des Lebens,
  • Wünschen nach persönlichem Wachstum und Erweiterung ihrer emotionalen und Beziehungsmöglichkeiten.